Wir unterstützen die Schule in Baluwapati

Gemeinsam mit unseren Partnerinnen Melanie Lehmann (Little Bird Berlin) in Berlin und Hanna Geschewski in Kathmandu werden wir einen Schulneubau in Baluwapati, 42 Kilometer entfernt von Kathmandu, unterstützen. Hier ein kurzer Bericht von Hanna, die vor Ort war. Weiter unten dann Fotos von ihrem Besuch in Baluwapati.

Wir haben bereits genug Mittel, um temporaere Klassenzimmer zu bauen. Dazu besorgen wir Wellbleche, Bambus aus der Umgebung, Matten zum sitzen und 8 oder 9 Whiteboards
Das wird dann in den nächsten 7 bis 10 tagen errichtet, damit der Schulbetrieb so schnell wie möglich wieder beginnen kann.

Das langfristige Ziel ist dann, das Schulgebäude wieder zu errichten. Und das ist mit hohen Kosten verbunden, wie du dir vorstellen kannst. Das kann auch erst nach dem Monsun in Angriff genommen werden.

Die Schule heißt „Shri Bhadrakali Madhyamik Vidhyalaya“, eine Governmental School in Baluwapati, Deupur in Churithumka-6, Kavre. Sie wurde 1988 gegründet.
Momentan gehen dort 150 Mädchen und Jungen zur Schule von Klasse 1 bis 9. Eigentlich soll die Schule bis zur zehnten Klasse sein, doch das ist gerade aufgrund fehlenden Personals nicht möglich. Die Schüler kommen aus den umliegenden Dörfern (ca. 1 bis 2 Stunden rauf oder runter den Hügel) und sind zum grössten Teil, Chettri, Brahmin, Newari und Dalits.

Ganz kurz noch zum Ort. Der ist 10 km von Nagarkot, also 42 km von Kathmandu entfernt. Wenn man die Strasse Richtung „End of the Universe“ Guesthouse aus Nagarkot raus fährt, dann kommt man nach ca. 15 min nach Katike, von da aus noch mal ca. 45 min. Das Dorf befindet sich an der Grenze der Distrikte Kathmandu, Sindupalchowk und Kavre. Die Strasse ist ganz schön heftig, off Road vom feinsten und während des Monsuns eher nicht befahrbar.

Die Schule bestand aus 2 Gebäuden. Auf den Bildern sieht man das L-förmige lange, das jetzt kein Dach mehr hat und ein neueres weiter oben. Das wurde durch ausländische Spendengelder gebaut und war noch nicht mal ganz fertig, hat aber heftige Risse in den Wänden und von offiziellen Begutachtern, ebenso wie das andere Gebäude den roten Stempel (das Banner mit dem roten Kreis auf den Bildern) für „unsafe“ verpasst bekommen. Da die Risse nur in den Wänden sind, können die Pfeiler wohl stehenbleiben und nur die Wände müssen ersetzt werden.
Auf einem Bild sieht man, was noch an heilen Bänken und Tischen übrig ist. Das wäre auch auf der Liste für langfristige Hilfe. Denn gerade sind die Schreinereien eh zu beschäftigt und in den temporären Klassenräumen wird kein Platz dafür sein.

Wie gesagt, der Plan ist jetzt erstmal, ca. 5 bis 6 Klassenzimmer zu errichten mit ner Bambus-Wellblech-Konstruktion. (erste/zweite und dritte/vierte Klasse sollen erstmal zusammengenommen werden). Dann werden wir für jedes Zimmer ein Whiteboard besorgen, denn wie auf den Bilder zu sehen ist, waren die alten Tafeln in die Wand eingelassene Schiefertafeln.
Und dann werden noch Matten besorgt zum Sitzen. Für die älternen Schüler (zumindest Klasse 8 und 9) reichen die heilen Bänke und Tische.
Da eigentlich am 26. April das neue Schuljahr beginnen sollte, können die alten Bücher nicht mehr benutzt werden und der Vertrieb, bei dem die immer gekauft wurden, hat gerade zu durch einen Trauerfall in der Familie. Bücher werden also noch warten müssen.
Ach ja, wegen des Geldes für die temporären Klassenzimmer. Da ist schon genug zusammengekommen, weil wir noch was vom Shelter-Bau in dem Newari-Dorf übrig haben.
Zu den Lehrern – die sollen jetzt aktiv in den Wiederaufbau eingeschlossen werden. Viele waren gestern schon da, kommen meist von weiter her (Bhaktapur, Panauti, Banepa etc) und wohnten bis vor dem Beben unter der Woche in kleinen Zimmern im Dorf. Die meisten stehen jetzt nicht mehr. Die Lehrer müssen sich also auch eine Unterkunftslösung überlegen.

Alle Fotos by Hanna Geschewski


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